Nur 14 Prozent der Gründer sind weiblich (Quelle: deutscherstartupmonitor.de). Auf Investorenseite ist der Frauenanteil sogar noch geringer. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie der immense Beitrag, den Frauen für unsere Wirtschaft zusätzlich leisten könnten, wenn es nur mehr Unternehmerinnen gäbe. Es gibt zahlreiche Beispiele, die belegen, dass Unternehmerinnen Unternehmern in nichts nachstehen – im Gegenteil sogar eine höhere Erfolgsrate aufweisen! Wenn aber mehrheitlich Männer Unternehmen gründen und diese dann auch mehrheitlich vor männlichen Investoren vorstellen, erschwert es Innovationen – nicht nur in frauendominierten Marktsegmenten.

Um Gründerinnen und Frauen in Startups sichtbarer zu machen, miteinander zu vernetzen und Vorbilder zu schaffen hat der Bundesverband Deutsche Startups im Herbst 2014 das Startup-Unternehmerinnen-Netzwerk gegründet. Dieses Netzwerk wird geleitet von Stephanie Renda, Vorstandsmitglied des Startup-Verbandes. Neben Stephanie gibt es zahleiche Gründerinnen und Frauen aus dem Startup-Ökosystem, die über die Republik verteilt als Regionalsprecherinnen des Netzwerkes auftreten. Das Netzwerk veranstaltet regelmäßige Treffen und steht allen Frauen des Startup-Ökosystems mit Tipps, Ratschlägen und Netzwerk-Power zur Verfügung.

Doch es braucht mehr um von den 14 Prozent auf 50 Prozent zu kommen. Das Startup-Unternehmerinnen-Netzwerk hat konkrete Vorschläge entwickelt: Um eine sich über Jahrhunderte in unsere Gesellschaft eingenistete Ungleichbehandlung zu überwinden, sind starke Maßnahmen notwendig. Vielfalt ermöglicht erst Innovation. Daher setzen wir uns dafür ein, mehr Frauen für eine Unternehmensgründung zu begeistern und entsprechende Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Wir müssen insbesondere mehr Mädchen für MINT-Fächer und mehr Frauen für MINT-Studiengänge begeistern. Dies kann mit Kampagnen und einer gezielten Förderung erreicht werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sowohl für Gründerinnen wie auch für Gründer eine erhebliche Bedeutung. Leider führen die aktuellen Rahmenbedingungen jedoch noch zu oft dazu, dass ein Elternteil zugunsten des anderen etwas aufgeben muss. Dies wäre nicht notwendig, wenn es ausreichend Ganztagskitaplätze oder vergleichbare Betreuungsangebote gäbe. Eine staatliche Förderung von Betriebskitas in Unternehmen und Coworkingspaces könnte eine Chance sein. Denkbar sind auch Verbundprojekte zwischen mehreren Startups. Darüber hinaus müssen auch die Rahmenbedingungen für das Elterngeld auf die Situation von Gründerinnen und Gründern hin angepasst werden. All diese Themen und viele weitere versuchen wir an den geeigneten Stellen zu platzieren.

Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass seit Anfang August Brigitte Zypries Schirmherrin des Startup-Unternehmerinnen-Netzwerkes ist. Mit Brigitte Zypries konnte das Netzwerk eine engagierte Unterstützerin der Startup-Szene und langjährige Streiterin für das Thema Frauen und Wirtschaft als Schirmherrin gewinnen können – eine große Ehre und Chance.

Wenn ihr euch ebenfalls im Startup-Unternehmerinnen-Netzwerk des Startup-verbandes engagieren möchtet, dann meldet euch einfach unter info@deutschestartups.org.

 

INSIDE ist das Magazin des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband). Der Startup-Verband ist Repräsentant und Stimme der Startups in Deutschland und engagiert sich für gründerfreundliche Rahmenbedingungen. Im Dialog mit Entscheidungsträgern in der Politik erarbeitet er Vorschläge, die eine Kultur der Selbstständigkeit fördern und die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Der Startup-Verband wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Als Netzwerk verbindet er Gründer, Startups und deren Freunde miteinander.

Wenn du an einer Mitgliedschaft im Startup-Verband interessiert bist, erfährst du hier etwas über die Vorteile einer Mitgliedschaft und kannst hier die Mitgliedschaft beantragen.

 


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