Ein Gastbeitrag von Eileen Trenkmann

 

Das deutsche Startup Educaro hat den Schritt nach Indien gewagt. Educaro, das von Christian Sassin und Leon Schneider gegründet wurde, unterstützt Studenten und Berufseinsteiger auf ihrem Weg nach Deutschland. Neben Dienstleistungen, wie das Schreiben von Lebensläufen, das Ausfüllen von Visaanträgen oder der Eröffnung von Bankkonten in Deutschland, bietet Educaro auch Sprachkurse in einer eigenen Schule an. Für Indien haben sich Christian Sassin und Leon Schneider aufgrund des steigenden Interesses indischer Studenten für den deutschen Markt entschieden.

Aber der Weg nach Indien war nicht einfach für Educaro.

 

Christian Sassin und Leon Schneider verlieren sich zunächst in den rechtlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen.

Auskünfte, die Christian Sassin und Leon Schneider von Experten aus dem Start-up Bereich erhalten, sind oft widersprüchlich. Die angemieteten Büroräume stehen Monate lang leer, da die Beantragung der Steuer-ID und der Umsatzsteuer sich hinzieht. Gleichzeitig realisieren sie, dass die Inder andere Dienstleistungen für ihren Gang nach Deutschland benötigen, als zum Beispiel die Afrikaner. Die Vereinfachung des Produktes zögert den offiziellen Start weiter hinaus. Über tausend Lebensläufe gucken sich Christian Sassin und Leon Schneider an, eh sie die richtigen Mitarbeiter finden.

 

„Würden wir noch einmal in Indien starten, würden wir anders agieren“, sagt Christian Sassin. „Wir empfehlen jedem Startup zunächst einmal ein paar Monate in Indien zu verbringen, ohne sich verbindlich niederzulassen und sich zunächst den Markt anzugucken und ein Netzwerk aus vertrauenswürdigen Experten zu etablieren“, führt er weiter aus. Unterstützung haben Educaro insbesondere von der deutsch-indischen Handelskammer, dem deutschen Generalkonsulat in Bangalore und den Vertretungen der Bundesländer in Indien erhalten. „Kontakte zu deutschen Startups, die den Schritt nach Indien bereits gewagt haben, hätten uns sehr geholfen. Auch eine Handreichung, mit zum Beispiel 20 Besonderheiten, die man beim Gang nach Indien beachten muss, wären hilfreich gewesen.“

 

Wir hätten uns GINSEP schon vor einem Jahr gewünscht, das hätte uns viel Geld und Zeit gespart“, sagt Christian Sassin. Sich der Schwierigkeiten bewusst, die der Markteintritt nach Indien mit sich bringt, ist Christian Sassin heute aktiver GINSEP Ambassador und hilft regelmäßig Gründern aus Deutschland in Indien Fuß zu fassen. „Wir empfangen regelmäßig Gründer in unseren Räumlichkeiten und bieten, da wo wir können, Hilfe an“, sagt Christian Sassin abschließend.

 

Das German Indian Startup Exchange Program (GINSEP) ist eine nicht-monetäre Plattform des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.(Startup-Verband), welche durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Ziel des GINSEP ist die strukturierte Vernetzung des indischen und deutschen Startup-Ökosystems. Das Pilotprojekt läuft ab Oktober 2017 bis August 2019.

 

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INSIDE ist das Magazin des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband). Der Startup-Verband ist Repräsentant und Stimme der Startups in Deutschland und engagiert sich für gründerfreundliche Rahmenbedingungen. Im Dialog mit Entscheidungsträgern in der Politik erarbeitet er Vorschläge, die eine Kultur der Selbstständigkeit fördern und die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Der Startup-Verband wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Als Netzwerk verbindet er Gründer, Startups und deren Freunde miteinander. 

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